FDP KV Sigmaringen

Neujahrsempfang des KV Sigmaringen

Am 31.01.2019 fand der alljährliche Neujahrsempfang im Hotel Kleber Post in Bad Saulgau statt.

Geladen hat der Vorstand des Kreisverbandes. Frau Martina Gruber 1. Vorsitzende des Kreisverbandes lud Frau Nicole Büttner-Thiel und Herrn David Flügel als Gastreferenten ein. Beide Personen referierten über die europäische Zukunft und stellten sich den (kritischen) Fragen der anwesenden Gäste. Insgesamt wurde der Neujahrsempfang gut besucht und wahrgenommen. Vertreter der Presse schrieben folgendes über den Neujahrsempfang:

 

Kompletter unveränderter Text aus der Schwäbischen Zeitung vom 31.01.2019:

FDP will mit Macron „marschieren“

Der Kreisverband Sigmaringen der FDP hat mit dem Neujahrsempfang in der Kleber Post in Bad Saulgau den Wahlkampf für die Europawahl eingeläutet.

Bei der Begrüßung betonte die Kreisvorsitzende Martina Gruber, dass sie sich sich in der FDP engagiere, weil sie für Bürgerrechte und Eigenverantwortung kämpfe. Gruber hatte zwei junge Europawahl-Kandidaten eingeladen: Nicole Büttner-Thiel aus dem Landkreis Karlsruhe und David Flügel aus dem Landkreis Sigmaringen. Beide riefen auf, die Europawahl nicht als Protestwahl zu sehen, sondern sie ernst zu nehmen. Wer bei der FDP für den Kreistag kandidiert, war bei dieser Veranstaltung kein Thema.

Büttner-Thiel definiert sich als Europäerin. In Ludwigshafen geboren, studierte sie in Sankt Gallen, Stockholm und Stanford. Gearbeitet hat sie in Paris, München und ist nun nach Baden-Württemberg zurückgekehrt. Sie arbeitet im Bereich künstliche Intelligenz und der Digitalisierung. Von Europa hat sie ein klares Bild: Es ist der Garant für Frieden und für das Erleben von Beziehungen über Grenzen hinweg. Der Mensch steht im Mittelpunkt der Europa-Politik. Chancen werden für die berufliche und persönliche Entwicklung geschaffen. „Europa sollte vor allem ein Gefühl sein“, sagte sie enthusiastisch. Die FDP stehe für Chancengleichheit und dies sei über Bildung zu erreichen. Bildung sei die fünfte Freiheit neben der Freiheit für Kapital, Personen, Waren und Dienstleistungen in Europa. Junge Europäer sollten frei wählen, wo sie ihre Ausbildung oder ihr Studium absolvieren möchten, sagte sie.

Innovation für Europa

Sie legte den Schwerpunkt ihrer Rede auf die Entwicklung der Digitalisierung: Europa brauche eine Agenda für Innovation und Digitalisierung. Innovative Ideen sollten gefördert werden und nicht die Arbeitslosen. Innovativen Firmen bekämen Finanzierungsangebote aus den USA, China und Indien, aber nicht aus Europa. Das müsse sich ändern. Forschung und Firmengründungen bräuchten mehr Förderung. Die FDP fordere, die Priorität auf Innovation, Arbeitsplätze und Fortschritt zu setzen. Büttner-Thiel grenzte sich von anderen Parteien ab: „Die AfD will den Laden schließen, da kann man keine Abgeordnete nach Europa schicken“, sagte sie. Die CDU mache Wahlkampf mit dem umstrittenen ungarischen Regierungschef Orban. Die SPD wolle eine Solidarität der Kosten einführen. Und die Grünen wünschten sich ein zentral dirigiertes Europa. Die FDP mache Wahlkampf an der Seite von Macrons Partei „En Marche“.

Der Kandidat der FDP für das Europäische Parlament aus dem Kreis Sigmaringen, David Flügel, arbeitet in einer öffentlichen Verwaltung. Er sieht die Wirtschaft in der Europäischen Union (EU) als relativ solide an. Jedes Land sei stabil, der Trend sei positiv. „Alles soweit in Ordnung“, stellte er fest. 64 Prozent der Bürger seien mit Europa zufrieden. Trotzdem schenken Menschen den Populisten und Antisemiten ihr Vertrauen. Er denke, das habe mit einem subjektiven Kontrollverlustgefühl der Menschen zu tun. Sie haben Angst wegen Europa ihren Wohlstand zu verdienen. Politiker, Parteien und Medien hätten es nicht geschafft, die Menschen richtig zu informieren. „Die Politik muss besser werden“, forderte Flügel. Europa solle ein Garant für den Frieden bleiben. Der digitale Binnenmarkt sollte ausgebaut , die Handlungsfähigkeit Europas gesichert werden, sagte Flügel.

Handel soll fair sein

Nach den Reden beantworteten die Kandidaten Fragen aus dem Publikum. Ein Besucher sagte, dass in einer freien Marktwirtschaft China nicht aus der Auktion der 5G-Vergabe ausgeschlossen werden könne. Büttner-Thiel erklärte die Komplexität der Vergabe und machte deutlich, dass nicht alle Handelspartner fair seien. Sie sprach sich für den Ausschluss aus. Auch bei der digitalen Steuer war Büttner-Thiel eher vorsichtig, weil die bisherige Standortsteuer für Deutschland bei China-Exporten eher vorteilhaft sei. Wie die FDP zum Bürgerdialog stehe, wollte eine Besucherin wissen. Büttner-Thiel erklärte, Bürgerstimmen bräuchten in Europa mehr Gewicht, man arbeite daran, dass die Beteiligung steige, sagte sie. Es gebe aber auch eine Bringschuld des Bürgers. „Es gibt viele Partizipationsangebote von der EU, aber das interessiert die Leute nicht so“, sagte sie. Insgesamt war der Abend interessant und informativ. Im Vorfeld der Wahlen beziehen Parteien Position.

Quelle des Artikels: Schwäbische Zeitung vom 01.02.2019

Bilderserie zum Neujahrsempfang des FDP KV Sigmaringen

Einladungsschreiben zum Neujahrsempfang